Der Intuitionstest inklusive Handlungsanweisung:

Wie gut ist Deine Intuition?

Schlummert Deine Intuition noch tief in Dir – oder hast Du den Weckruf schon lange gehört und nutzt Deine innere Stimme ganz gezielt für Deinen Erfolg? Finde es jetzt mit diesem Selbsttest heraus!

Das geht ganz einfach: Beantworte die folgenden 13 Fragen und mache für Dich persönlich eine Strichliste für die Antworten A-D.

Los geht’s:

1. Du bist mit einem Geschäftspartner verabredet. Kurz vor dem Treffen hast Du das Gefühl, dass etwas nicht stimmt und Du Deinen Partner anrufen solltest. Was tust Du?

A) Ich greife zum Telefon und rufe an. Auch wenn ich nicht immer weiß, was es ist, meine innere Stimme denkt sich etwas dabei, wenn sie sich meldet.

B) Um mich selbst zu beruhigen, schreibe ich ihm gleich eine Kurznachricht aufs Handy, ob es bei unserer Verabredung bleibt.

C) Ich werde bis zum vereinbarten Termin warten und rufe nur an, wenn er dann noch nicht da ist.

D) Nonsens. Mein Geschäftspartner ist ein sehr zuverlässiger Mensch. Wenn etwas wäre, würde er sich melden.

2. Wenn Du auf Deine innere Stimme hörst, wie bist Du dann mit Deinen Entscheidungen gefahren?

A) (Fast) immer bestens.

B) Mitunter ganz gut, aber nicht immer.

C) Selten gut. Aber ich zerdenke sie auch sehr oft.

D) Innere Stimme? Welche innere Stimme?

3. Weisst Du am Morgen noch, was Du nachts geträumt hast?

A) Ja, ich kann mich fast immer erinnern.

B) Ich kann mich vielleicht an die Hälfte meine Träume erinnern.

C) Meistens wache ich auf und alles ist weg.

D) Ich erinnere mich (fast) nie an meine Träume.

4. Du gehst durch die Stadt und hast plötzlich ein Deja vu, das Dich an einen alten Freund erinnert, mit dem Du lange keinen Kontakt hattest. Was tust Du?

A) Ich recherchiere seine aktuelle Telefonnummer und melde mich bei diesem Freund endlich mal wieder.

B) Ich nehme mir vor, ihn zu kontaktieren. Ob ich es dann wirklich tue, werde ich sehen.

C) Ich wundere mich und hänge kurz schönen Erinnerungen nach.

D) Nichts. Ich gehe weiter und vergesse den Moment.

5. Ha! Einladung zum Vorstellungsgespräch bei Deinem Traumjob. Aufgaben, Gehalt, Arbeitsumgebung, Benefits, … Alles stimmt. Du schwebst auf Wolke 7 – bis Du das Unternehmen betrittst. Ab da stellt sich ein ungutes Gefühl in der Magengegend ein, das auch nicht mehr verschwinden will. Was tust Du?

A) Ich erledige das Vorstellungsgespräch, sage später jedoch ab.

B) Ich berate mich mit meinem Partner oder Freunden und entscheide dann.

C) Ich mache eine Liste der Vor- und Nachteile und entscheide dann.

D) Ich nehme den Job. Schließlich habe ich lange auf diese Chance hingearbeitet.

6. Auf der letzten Weihnachtsfeier hast Du einen neuen Kollegen kennengelernt – und wirst das Gefühl nicht mehr los, ihn schon zu kennen und wie einen alten Freund zu sehen. Du weisst aber ganz sicher, dass Du diesem Menschen noch nie begegnet bist. Kennst Du solche Momente?

A) Ja, hatte ich schon mehrfach – und daraus sind tatsächlich oft tolle Kontakte entstanden.

B) Ja, das habe ich öfter, lege es aber meistens unter Einbildung oder Deja vu ab.

C) Ja, das hatte ich schon mal. Aber so richtig konnte ich mit dem Gefühl nichts anfangen.

D) Nein, das hatte ich noch nie.

7. Naturvölker, die in sehr trockenen Gebieten leben, finden auf manchmal fast magisch erscheinende Weise Wasser, heißt es. Glaubst Du das?

A) Na klar! Wahrscheinlich erkennt ihr Unterbewusstsein kleine Zeichen in der Landschaft, die auf Wasser deuten.

B) Ich denke, sie sind an ihre Umgebung sehr angepasst und können Anzeichen für Wasser viel besser erkennen als wir zivilisierte Menschen.

C) Ich kann mir gut vorstellen, dass diese Völker altes Wissen tradieren. Dazu gehört auch zu wissen, wo es am wahrscheinlichsten Wasser gibt. Dann ist die Trefferquote natürlich gut.

D) Da ist nichts Magisches dran. Die Quellen waren schon immer da und die Naturvölker wissen genau, wo sie sind. Wir möchten es nur gern verklären.

8. Du bekommst unerwartet ein Jobangebot, das durchaus verlockend ist. Allerdings müsstest Du dafür umziehen. Wie triffst Du die Entscheidung?

A) Natürlich aus dem Bauch raus. Damit fahre ich meistens am besten.

B) Ich überlege mir, was für und gegen einen Umzug spricht. Das letzte Wort hat aber meistens meine innere Stimme.

C) Ich liste akribisch die Vor- und Nachteile auf, die für den Umzug bzw. für das Bleiben sprechen, und entscheide dann.

D) Besser den Spatz in der Hand, als die Taube auf dem Dach. Ich bleibe auf jeden Fall, wo ich bin. Da weiß ich, was ich habe.

9. Bist Du ein sehr emotionaler Mensch?

A) Aber sicher.

B) Das hängt von der Situation ab.

C) Es fällt mir schwer, Gefühle zuzulassen.

D) Nein, ich bin sehr rational.

10. Deine Abteilung bekommt ein tolles Projekt angeboten – allerdings in einer Größenordnung, die Du bisher noch nicht gewuppt hast. Die personellen und materiellen Ressourcen dafür hast Du. Der Termin der Entscheidung rückt immer näher. Wie fühlst Du Dich?

A) Entspannt. Ich werde schon die richtige Entscheidung treffen.

B) Ich ärgere mich, weil ich mich einfach nicht entscheiden kann.

C) Ich habe starke Bedenken, die falsche Entscheidung zu treffen.

D) Mein Kopf ist ein Chaos und es wird immer schlimmer, je näher der Termin rückt.

11. Ein Freund erzählt Dir, dass er vier Wochen Urlaub genommen hat für eine Rucksacktour durch die Anden. Was schießt Dir dabei als erstes durch den Kopf?

A) Wow, das wäre doch mal eine Idee für den nächsten Urlaub.

B) Ich wünsche ihm eine tolle Zeit, aber selber würde ich mich das nicht trauen.

C) Er wird schon wissen, was er da tut.

D) Na, wenn das mal gut geht.

12. Du unterhältst Dich mit einem Freund und hast das Gefühl, dass dieser Dich anschwindelt. Was tust Du?

A) Ich spreche ihn – möglichst diplomatisch – auf dieses Gefühl an.

B) Ich bin ein bisschen sauer – halte aber meinen Mund.

C) Ich frage mich, woher dieses Gefühl kommt – vergesse es aber sehr schnell wieder.

D) Ich ignoriere es. Er würde mich nicht einfach so anschwindeln.

13. Was verbindest Du spontan am ehesten mit dem Wort Erfolg?

A) Bauchgefühl.

B) Intelligenz.

C) Handeln.

D) Fakten.

Alle Fragen beantwortet und die Strichliste geführt? Dann geht es an die Auswertung. Wo liegt Deine Dominanz bei den Antworten?

Vorwiegend A

Du bist ein sehr intuitiver Mensch, hast einen fantastischen Draht zu Deinem Unterbewusstsein und weisst, wann Du Deiner inneren Stimme ein offenes Ohr schenken solltest. Damit gehörst Du zu den Menschen, von denen sich andere öfter mal fragen, wie sie mit solch schlafwandlerischer Sicherheit (fast) immer die richtigen Entscheidungen treffen. Dahin hattest Du zwar einen langen Weg. Der hat sich aber gelohnt.

Trainieren musst Du Deine Intuition nicht mehr. Du benutzt sie ja schon regelmäßig und erfolgreich. Das Einzige, was Du noch tun kannst: andere Menschen dazu inspirieren, mehr auf ihre Intuition zu hören.

Vorwiegend B

Dein Bauch spricht eine deutliche Sprache – kann sich jedoch nicht immer Gehör verschaffen. Manchmal merkst Du erst hinterher, dass er Recht hatte. Doch woher weisst Du, wann Du wirklich auf Deine innere Stimme hören solltest und wann Fakten die bessere Entscheidungshilfe sind? Ein bisschen Training im Alltag kann Dich darin Stück für Stück sicherer machen. Richte Dir am besten ein kleines Ritual ein, um Deine Intuition nach und nach weiter zu stärken.

Vorwiegend C

Du bewunderst vielleicht andere für ihre punktgenauen Entscheidungen und sicheren Vorahnungen. Aber selbst hängst Du noch (zu) sehr in Deinem Kopf fest. Der bringt Deine innere Stimme meist recht schnell wieder zum Schweigen – oder übertrumpft sie zumindest am Ende. Das Ergebnis: Du ärgerst Dich öfter mal im Nachgang, dass Du nicht doch auf Deine Intuition gehört hast. Aber dafür bist Du einfach (noch) zu unsicher.

Da hilft nur eines: Training, Training und nochmals Training – und ein wenig mehr Selbstbewusstsein und Vertrauen in Deine eigenen Fähigkeiten. Stelle Dir ein regelmäßiges Trainingsprogramm für Deine Intuition zusammen. Mit etwas Ausdauer und Ruhe wirst Du bald erste – anspornende – Ergebnisse erleben.

Vorwiegend D

Die innere Stimme ist für Dich ein Ammenmärchen. Du verlässt Dich gern auf Zahlen und Fakten. Die kannst Du klar greifen, analysieren und verstehen. So fühlst Du Dich in Deinen Entscheidungen sicher. Trotzdem hast Du mit diesem Weg nicht immer die beste Entscheidung getroffen, wie sich später herausstellte.

Betrachte also die Intuition einfach mal als Chance auf optimierte Alltagsentscheidungen und öffne Dich dem Potenzial, das Dir Dein Unterbewusstsein bietet. Am besten probierst Du es einfach mit kleinen Übungen aus. Du wirst schnell sehen, dass an intuitiven Entscheidungen meistens sehr wohl etwas dran ist – auch wenn Du sie logisch nicht immer gleich nachvollziehen kannst.

Das Trainingscenter für Deine Intuition:

Für die nachfolgenden Übungen gilt: Trainiere regelmäßig – am besten täglich, denn unsere Intuition ist wie ein Muskel. Sie wächst nur, wenn wir sie auch beanspruchen.

Übung 1: Loslassen

Streiche das Wort „müssen“ einfach mal und folge Deiner Leidenschaft – selbst wenn es ein wenig verrückt wirkt. Wenn wir leidenschaftlich handeln, schütten wir den Botenstoff Dopamin aus – und der kehrt Angst und Unsicherheit raus, macht dafür Platz für Zufriedenheit und Schaffenskraft. Kurz: Wir sind im Flow. In diesem Zustand bekommst Du einen besseren Kontakt zu Deiner Intuition und hörst Deine innere Stimme besser.

Schaffe Dir am besten täglich eine halbe Stunde Platz für dieses Flow-Gefühl. Das heißt: Handy aus, Telefon leise, Glotze, Computer etc. aus und mit dem loslegen, worauf Du so richtig Lust hast. Ohne diese Störungen kannst Du besser loslassen – und Kontakt zu Deinem unbewussten Selbst aufnehmen.

Übung 2: Abschalten

Ängste, Stress, Ärger, … Das alles blockiert uns und lässt unsere Intuition verstummen. Wenn das Deine innere Stimme erstickt, ist diese Übung perfekt. Sie hilft Dir, besser in Dir zu ruhen.

Lasse Dich in einer ruhigen Umgebung drinnen oder draußen nieder, in der Du Dich wohl fühlst. Nimm Dir einen Wecker und stelle ihn auf 30 Minuten. Setze oder lege Dich bequem hin und atme zehnmal tief ein und aus. Dann beginnst Du mit der eigentlichen Übung: Nimm Dir für jede Sitzung eine – positive! – Eigenschaft an Dir, die Du zum Thema machst. Drehe und wende diese Eigenschaft und ergründe, auf welche Art sie Dir gut tut, Dich positiv beeinflusst und Dich stark macht. So stärkst Du Dein Selbstbewusstsein und Deine Selbstsicherheit – die ideale Basis für Deine Intuition.

Übung 3: Mut sammeln

Jeder von uns traut sich manchmal etwas. Die Einen mehr, die Anderen weniger – aber wir alle haben unsere mutigen Momente. Wäre es nicht ein Ansporn, diese Momente versammelt vor sich zu sehen? Also mach' das doch einmal.

Schaffe Dir ein großes, durchsichtiges Glas, zum Beispiel ein Bonbonglas, an. Lege Dir kleine Notizzettel und einen Stift daneben und nimm Dir jeden Abend fünf Minuten Zeit für Deine Mutsammlung. Gehe in Gedanken den Tag durch. Wo warst Du – egal, ob im Großen oder Kleinen – mutig? Wo hat es sich ausgezahlt? Schreibe diesen Moment auf einen Zettel, falte ihn zusammen und wirf ihn in das Glas. Du wirst an Deiner wachsenden Sammlung sehen: Du bist mutiger, als Du dachtest – und das macht noch mehr Mut.

Übung 4: Retrospektive

Jeder von uns hat eine Intuition. Nur ist sie vielen nicht bewusst. Nimm Dir abends zehn ruhige Minuten und betrachte Deine täglichen Entscheidungen. Wo war Deine Intuition im Spiel? Wie war das Ergebnis? Mit dieser Rückschau bekommst Du ein besseres Gefühl für Deine innere Stimme, hörst sie besser und kannst sie gezielter in Entscheidungen einbeziehen.

Übung 5: Intuitiv im Alltag

Deine Intuition musst Du nicht an Momenten schulen, in denen es wirklich um etwas geht. Fange klein an mit Voraussagen an Dich selbst im Alltag: Wird die Frau, die vor mir läuft, an der Gabelung links oder rechts abbiegen? Welches Thema wird mein Kollege gleich im Meeting anschneiden? Kauft der Herr vor mir einen Espresso oder einen Cappuccino?

Wenn Du diese Übung regelmäßig machst, wirst Du überrascht sein, wie punktgenau Du immer öfter ins Schwarze triffst.

Übung 6: Haltung durch Selbstbewusstsein

Unser Körper spiegelt unsere Gedanken wieder. Warum also nicht auch umgekehrt mit einer selbstbewussten Haltung ein positiveres Selbstgefühl erzeugen? Mache Dir das zunutze mit dieser einfachen Übung: Nimm Dir fünf Minuten Zeit in einer ruhigen Umgebung. Stelle oder setze Dich dann so hin, wie Du immer sitzt oder stehst. Stelle Dir vor, Du wärst eine Marionette und am höchsten Punkt Deines Kopfes ist einer der Fäden befestigt. Nun zieht jemand an diesem Faden nach oben. Wenn Du diesem Zug folgst, wirst Du feststellen, dass sich Deine Haltung strafft. Der Rücken wird gerade, die Brust hebt sich etwas, die Schulterblätter wandern ein Stück nach hinten unten. Du atmest freier. Fühle nun in Dich hinein. Was macht diese neue Haltung mit Dir? Wie fühlst Du Dich?
Mache diese Übung regelmäßig, bis die Haltung ganz natürlich für Dich geworden ist. Übrigens: Diese Übung kannst Du auch vor dem Spiegel machen und beobachten, wie Du mit dieser Haltung auf andere wirkst.

Übung 7: Reflexion

Bist Du immer ehrlich mit Dir oder redest Du Dir Manches im Kopf schön? Knallharte Ehrlichkeit kann schon Dir selbst gegenüber schwer sein – ist aber wichtig, damit Du Deine innere Stimme nicht gleich mit zensierst.

Greife für diese Übung wieder zum Wecker und nimm Dir etwa 20 Minuten Zeit, für die Du Dich in einer ruhigen Umgebung niederlässt. Wähle aus Deinem Tag nun ein bis zwei Szenen aus, die für Dich sehr stressig, anstrengend und/ oder emotional waren, und betrachte diese. Was fühlst Du – und warum? Wichtig: Lasse die Gedanken fließen, wie sie Dir in den Kopf kommen. In diesem Raum ist alles wertfrei. Nur so kannst Du Dein Inneres besser kennenlernen und kontaktieren.